Leitfaden für Zollerklärungen
EORI-Nummer für Unternehmen
Unternehmen und Einzelpersonen, die Handel treiben wollen, müssen die Registrierungs- und Identifikationsnummer für Wirtschaftsbeteiligte (EORI) als Identifikationsnummer in allen Zollverfahren beim Informationsaustausch mit den Zollverwaltungen verwenden. Jeder im Zollgebiet der Union ansässige Wirtschaftsbeteiligte benötigt für Zollzwecke eine EORI-Nummer. Wer noch keine EORI-Nummer hat, kann sie auf der offiziellen Website der Regierung erhalten.
Die wichtigsten Tipps für das Ausfüllen Ihrer Zollanmeldung
Das korrekte Ausfüllen der Zollanmeldung ist entscheidend, um Verzögerungen, ungeplante Rücksendungen und Verzögerungen beim Zoll zu vermeiden. Hier einige Tipps, damit Ihr Paket so reibungslos wie möglich durch den Zoll kommt:
- Vermeiden Sie allgemeine Bezeichnungen wie Kleidung, persönliche Gegenstände oder Geschenke.
- Machen Sie ehrliche Angaben über den Wert der Ware, die Sie versenden. Denken Sie daran, dass der Zoll den Marktwert überprüfen kann.
- Stellen Sie sicher, dass Sie genaue Kontaktdaten des Empfängers angeben. Wenn der Empfänger vom Zoll nicht kontaktiert werden kann, wird das Paket möglicherweise an den Absender zurückgeschickt.
- Vergewissern Sie sich, dass Sie für jeden Artikel eine Tarifnummer angeben. Wenn Sie keine genaue Übereinstimmung mit dem Artikel finden können, den Sie versenden möchten, verwenden Sie die offizielle Liste der Tarifcodes, um sie so genau wie möglich zu bestimmen.
Was ist ein Zolltarifcode?
Zolltarifcodes werden zur Beschreibung verschiedener Warenarten verwendet. Jede Ware, die über internationale Grenzen eingeführt wird oder diese überschreitet, muss mit diesem Code beim Zoll angemeldet werden. Wir empfehlen Ihnen dringend, einen Tarifcode mit äußerster Präzision auszuwählen, indem Sie das von Ecoparcel zur Verfügung gestellte Tool verwenden (klicken Sie beim Ausfüllen der Zollanmeldung auf Tarifcode manuell eingeben) oder indem Sie den entsprechenden Tarifcode aus der Liste auf der offiziellen Regierungswebsite Tariff Code List auswählen.
Wie füllt man die Zollanmeldung richtig aus?
Unabhängig davon, ob Sie eine Privatperson oder ein Unternehmen sind, benötigen Sie für alle Sendungen, die ins Ausland gehen, eine Zollinhaltserklärung. Dieses Formular, das die Einzelheiten der Waren auflistet, enthält
- Ursprungsland
- Grund für die Ausfuhr, z. B. Geschenk, Verkauf
- Informationen über den Absender
- Informationen über den Empfänger (einschließlich Kontaktangaben)
- Artikelbeschreibung, z. B. 1 Paar blaue High-Heels, 1 grüner Strickpullover
- Wert jedes gesendeten Artikels
- Zolltarifcode für jeden Artikel (gilt für Sendungen in die EU)
- Absender IOSS (Der Import One-Stop Shop)
Wenn das Paket von einem Unternehmen verschickt wird, sollten die oben genannten Informationen beigefügt werden:
- EORI-Nummer für den Absender und den Importeur
- MWST.-CODE
DDU und DDP erklärt
Delivered Duty Unpaid (DDU) ist ein Begriff aus dem internationalen Handel und bedeutet, dass der Käufer für die Einfuhrzölle verantwortlich ist. Dagegen bedeutet Delivered Duty Paid (DDP), dass der Verkäufer für die Zölle, die Einfuhrabfertigung und alle Steuern aufkommen muss. Wenn Sie also keine IOSS-Nummer zur Verfügung haben, können Sie beim Ausfüllen Ihrer Zollanmeldung die für Sie am besten geeignete Methode der Zollbezahlung wählen.
Was ist IOSS und was kann ich tun, wenn ich kein IOSS habe?
Nach Angaben der Europäischen Kommission ermöglicht das IOSS den Lieferanten und elektronischen Schnittstellen, die importierte Waren an Käufer in der EU verkaufen, die Mehrwertsteuer zu erheben, zu deklarieren und an die Steuerbehörden abzuführen, anstatt den Käufer zu veranlassen, die Mehrwertsteuer zum Zeitpunkt der Einfuhr der Waren in die EU zu zahlen, wie es früher der Fall war (für Produkte über 22 EUR).
Die IOSS-Nummer ist nicht zwingend erforderlich. Wenn Sie nur wenige Sendungen verschicken und die Kosten für die Einrichtung und Pflege der IOSS-Nummer im Verhältnis zu Ihren Einnahmen unerschwinglich erscheinen, können Sie weiterhin DDU oder DDP versenden. Bei der DDP kann Ihnen der Paket- oder Postdienstleister jedoch eine zusätzliche Gebühr für die Erstattung der Mehrwertsteuer in Rechnung stellen. Bei der DDU wird Ihr Paket- oder Postdienstleister den Kunden auffordern, die Mehrwertsteuer vor der Zustellung zu erstatten, und möglicherweise auch eine hohe lokale Bearbeitungsgebühr erheben, was für den Kunden eine schlechte Erfahrung ist.
Was ist eine Zollanmeldung und wann ist sie erforderlich?
Eine Zollanmeldung ist ein Formular, in dem die detaillierten Angaben zu den ein- und ausgeführten Waren aufgeführt sind, wenn Bürger oder Touristen in das Zollgebiet einreisen oder wenn Waren über die nationalen Grenzen ein- oder ausgeführt werden.
Bitte beachten Sie, dass es in der Verantwortung jedes Absenders liegt, herauszufinden, ob die Waren verboten sind oder Beschränkungen unterliegen. Wenn der Absender einen verbotenen Gegenstand versendet, kann das Transportunternehmen je nach Zielort der Sendung das Paket nach eigenem Ermessen entsorgen.